Herzlich Willkommen in Muffendorf!
Maifeiern sind in ländlichen Gegenden Tradition – so auch in Muffendorf. Traditionell (bis wann?) gestaltete der Junggesellenverein Muffendorf e.V. die Feierlichkeiten zum 1. Mai: Eine Maikönigin wurde festlich gekürt, der Maibaum auf dem Dorfplatz und an der Weinecke aufgestellt, bunt geschmückt, vom Männergesangverein besungen und von den Junggesellen gegen „Baumdiebe“ bewacht. Höhepunkt war der Tanz in den Mai in der Kleinen Beethovenhalle – und in der Nacht ratterten die Traktoren durchs Dorf, um den Liebsten einen Maibaum aufzustellen.
Der Ortsausschuss möchte ein Stück Maitradition aufrechterhalten: Waren früher die Lannesdorfer Junggesellen gefürchtet, weil man sich gegenseitig den Maibaum klaute, sind sie heute eine friedlich-freundliche Unterstützung: Die Lannesdorfer Junggesellen stellen auch unseren Maibaum auf dem Remi-Baert-Platz auf – dörfliche Nachbarschaftshilfe sozusagen.
Wer gerne singt, hat ab 17 Uhr seine Freude: Es klingt nach „Muffendorfer Fischer-Chören“. Kinder aus dem Kindergarten – manchmal auch die Damen der Bergfunken – führen den traditionellen Bändertanz auf, eine sehr alte Volkstanztradition in Europa und auch in Muffendorf. Dabei bewegen sich die Tanzenden im Kreis um eine hohe Stange und halten Bänder, die sich im Tanz zu hübschen Mustern verflechten. Sie zeigen, dass man mit gemeinsamen Schritten viel Gutes erreichen kann!
Zur Vorbereitung organisiert das Mai-Team um Anja Erdmann die Nutzung des Remi-Baert-Platzes, spricht die ehrenamtliche Musikgruppe und den Kindergarten für die Programmgestaltung an, vervielfältigt die Liedertexte und sucht Freiwillige, die Maibowle stiften und austeilen sowie starke Helfer, um die Holzbänke aus dem Pfarrheim herüberzutragen.
Das traditionelle Pfarrfest an Fronleichnam (zweiter Donnerstag nach Pfingsten) hat sich zum „Muffendorfer Festtag“ ausgeweitet. Alle Muffendorfer und ihre Gäste, ganz gleich welcher Religion und Herkunft, sind nach der Fronleichnamsprozession im Pfarrheim und auf der Himmlischen Wiese in der Klosterbergstraße willkommen. Dem Familienfest war bisher (fast) immer das Wetter hold. Man unterhält sich bei Kartoffelsalat und Würstchen oder genießt drinnen den leckeren gestifteten Kuchen – ein super Treffpunkt!
Der Ortsausschuss e.V. unterstützt die Organisatoren der Kirchengemeinde mit einem Getränkestand. Das Team um Annette Ackermann bereitet den Pavillon mit Wasser, Limo, Saft und Bier vor.
Jährlich am ersten Sonntag im September lädt die Hauptstraße mit Kunst und Kulinarischem zur Muffenale, organisiert vom „Straßenfest in Muffendorf e.V.“ Hier präsentieren sich auch die Muffendorfer Vereine. Der Ortsausschuss Muffendorf e.V. begrüßt die Gäste an der Weinecke mit Muffendorfer Wein, der seit vielen Jahren von Familie Diederichs und Familie Heckes – je nach Weinernte – gestiftet wird. Dafür gilt den Winzern ein ganz herzliches „Dankeschön“! Das Team um Ruth Formanek kümmert sich um den Pavillon, den Philipp Wilhelmi dafür gebaut hat. Hier kann man Pfirsischbowle genießen und ins Gespräch kommen – ein zwangloser Ort für ein erstes Kennenlernen, das dann vielleicht in aktive Mitgliedschaft mündet!
Martinsumzüge gehören zum Rheinland wie der Karneval. Die Rheinische Martinstradition war 2017 sogar zum Unesco-Welterbe vorgeschlagen! Dabei geht es um die Bewahrung der Bräuche und die moralische Botschaft zum Teilen und zur Nächstenliebe. [Quelle: Immaterielles Kulturerbe | Kultur und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen]
Der Ortsausschuss hält gemeinsam mit der Katholischen Kirchengemeinde das Martinsbrauchtum in Muffendorf aufrecht, sind doch unsere beiden Kirchen dem Heiligen Martin gewidmet. Viele sagen, dass es der schönste Martinszug in Bonn sei. Dazu tragen auch die Hausdekorationen der Anwohner entlang des Zugweges bei.
Der Martinszug rund um den Martinstag am 11. November ist die aufwändigste Veranstaltung mit dem echten Martinsreiter Conny Diehl zu Pferd und dem Laternenumzug zum großen Martinsfeuer auf dem Remi-Baert-Platz. Ein eingespieltes Organisatorenteam um Hilde Dörrstock arbeitet hervorragend zusammen, so dass der Organisationsaufwand gut verteilt ist: Die Koordination mit der Kirchengemeinde für Messe, Laternenweihe und das Martinsschauspiel unter Führung von Gabriele Marks; die technischen Absprachen bezüglich Zugweg, Absperrung, Polizei, Feuerwehr und Pferd; die Einbindung der Kindergärten, Bestellung der Musikkapellen; der Aufbau des Martinsfeuers durch Michael Vogel, der andere Eltern mit Kindern einbezieht und ein Event daraus macht. Hier wächst die nächste Generation heran, die sich später vielleicht aktiv einbringen wird. Gleiches gilt für die feuertechnische Bereuung: Eine hervorragende Jugendarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Lannesdorf mit ihrem Nachwuchs! Das Highlight: Wenn das Feuer gelöscht wird, dürfen die noch anwesenden Kinder, die beim Martinszug mitgegangen sind, den Schlauch halten. Es ist ein Erlebnis von Gemeinschaft und Verantwortung für Klein und Groß! Wir möchten Eltern mit Kindern Lust machen, niedrigschwellig mit ihren Kindern solche Erlebnisse zu haben.
Für das leibliche Wohl am Martinsfeuer sorgen gespendeter rheinischer Knüles, Würstchen, Limo und Glühwein. Die Kinder bekommen Weckmänner geschenkt, wie es der Martinsbrauch will. Denn ursprünglich war der 11. November das Ende des bäuerlichen Wirtschaftsjahrs, der Tag der Pachtübergabe und ein Fest vor dem Beginn der 40tägigen Fastenzeit bis Weihnachten. Martinsgans und Sauerbraten inbegriffen. Da konnte man nochmal richtig feiern und auf die Pauke hauen, auch über soziale Grenzen hinweg. Der symbolische Gehalt als Fest des Teilens und der Solidarität ist uns ebenfalls wichtig.
Eine Martinskirmes auf dem Remi-Baert-Platz mit Schiffschaukel, Losbuden und Schießstand gehörte bis in die 1980er Jahre (?) noch zu den großen Dorfereignissen. Ebenso war der Rheinische Sauerbraten in den einschlägigen Gastwirtschaften ein Fest.
In manchen Jahren konnte der Ortsausschuss ein festliches Sauerbraten-Essen für alle organisieren. Bestellt wurden Tische für 10 Personen en bloc. Früher in der Kleinen Beethovenhalle, dann im Kelterhaus bei Irene Diederichs, vorbereitet von Norbert Thorweihe. 2024 nahm Jürgen Zauels den durch Corona abgerissenen Faden wieder auf mit einem Sauerbraten-Essen im Pfarrheim für die Mitglieder des Ortsausschusses. Er möchte die Sauerbraten-Tradition auch 2025 weiterführen. Zu klären ist dafür: In welchem Rahmen findet das Fest statt, welcher Raum ist möglich, wer kocht, wer sorgt für Getränke, wer übernimmt die Gesamtorganisation?
Weihnachten ohne Weihnachtsbaum? Undenkbar. Um den schmucken Baum auf dem Remi-Baert-Platz kümmert sich schon seit einigen Jahren der Ortsausschuss. Unsere „Gute Stube“ soll schließlich festlich aussehen! Anfang Dezember stellt die tatkräftige Gruppe um Stefan Dörrstock und Norbert Thorweihe einen mehrere Meter großen Weihnachtsbaum auf. Der Kindergarten steuert selbstgebastelten Schmuck bei. Na, und spätestens zu Lichtmess wird er wieder abgebaut.
„Punsch und Plausch“ ist das Motto für den Jahresausklang. Am Jahresende treffen sich die Muffendorfer unter dem Dorf-Weihnachtsbaum zu Glühwein und Würstchen, zu Gespräch und Gemeinschaft – da muss der Start ins neue Jahr doch gut gelingen! Für den Ausklang will manches organisiert sein: der Pavillon mit Bänken, Glühwein und Getränken, sowie tatkräftige Helfer für Aufbau, Ausschank und das Aufräumen. Den Glühwein holt Norbert direkt vom Ahrwinzer – das schmeckt man!
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